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Stellen Sie sich vor wieder im alten Westen zu sein, als wilde Pferde frei umher galoppierten. Stellen Sie sich die Zeit vor, in der indianische Reiter den riesigen Herden von Büffeln über die Großen Ebenen folgten. Als Cowboys Hunderte von Meilen die Rinder über die Prairien trieben. Eine Zeit, in der das Pferd für das Überleben im amerikanischen Westen unerlässlich war. Unter den am meisten geschätzten dieser Pferde war eines, dass von der Natur mit auffallendem Farbmuster geschmückt wurde - das American Paint Horse. Abstammend von den Pferden, die von den spanischen Konquistadoren eingeführt wurden, waren diese Paint Horses einst wilde Pferde, die die westlichen Wüsten und Ebenen durchstreiften. Die Geschichte des amerikanischen Paint Horse wurde in Liedern, Geschichten und Kunstwerken des Westens verewigt. 
Dieser bunte Teil des Western - Erbes existiert noch. Wir laden Sie ein, das bunte Pferd des Westens zu entdecken:  DAS AMERICAN PAINT HORSE.

  1. Impfen bei Pferd und Fohlen
  2. Entwurmen - Regelmäßig aber mit System
  3. Füttern - Gut und individuell

Impfen bei Pferd und Fohlen

Bitte informieren Sie sich bei ihrem Tierarzt
wie und in welchen Intervallen ihre Pferde geimpft werden sollen!

Das Immunsystem des neugeborenen Fohlens wird bereits beim Trinken der ersten Stutenmilch (Colostralmilch) mit wichtigen Antikörpern versorgt, die an die Krankheitserreger der Umgebung angepasst sind. Durch diese „Schluckimpfung“ schützt Mutter Natur das naive Immunsystem des Jungtieres gegen Erkrankungen.
Es gibt aber auch Erkrankungen gegen die keine Antikörper gebildet werden können oder bislang nicht bekannt waren. In solchen Fällen haben Bakterien und Viren ein leichtes Spiel. Doch auch wenn das Fohlen durch die Antikörper der Mutter geschützt ist, so verliert  dieser Schutz mit zunehmendem Alter des Jungtieres seine Wirkung. Dagegen hilft nur rechtzeitiges Impfen des jungen Pferdes!


Es versteht sich daher von selbst, wie  wichtig es ist, die jungen Pferde durch Impfungen zum richtigen Zeitpunkt zu immunisieren und somit einen wirkungsvollen Schutz vor einigen Erkrankungen aufzubauen. Dies gilt jedoch genauso für erwachsene Pferde, deren Impfschutz man auch nicht vernachlässigen sollte!

Nachfolgend das allgemein gültige Impfschema, nach dem in den meisten Ställen die Pferde geimpft werden. Im Einzelfall fragt bitte immer eueren behandelnden Tierarzt wie, wann und in welchen Abständen das jeweils betroffene Pferd geimpft werden soll:

 
  Tetanus Influenza Herpes
Impfen ja ja (für Turnierpferde verpflichtend) empfehlenswert
Grundimmunisierung 1. Impfung: im Alter von 6 Monaten

2. Impfung: 4 bis 6 Wochen nach 1. Impfung

3. Impfung: 12 bis 14 Monate nach 2. Impfung

1. Impfung: im Alter von 6 Monaten

2. Impfung: 4 bis 6 Wochen nach 1. Impfung

3. Impfung: 5 bis 6 Monate nach 2. Impfung

1. Impfung: im Alter von 6 Monaten

2. Impfung: 4 bis 6 Wochen nach 1. Impfung

3. Impfung: 5 bis 6 Monate nach 2. Impfung

Auffrischungsimpfung Wiederholungsimpfungen im Abstand von 1-3 Jahren* (ggfs. Impfentscheidung nach Antikörper-Schnelltest) Wiederholungsimpfungen im Abstand von 6 Monaten (plus maximal 21 Tage)** Wiederholungsimpfungen im Abstand von 6 Monaten

* je nach Impfstoffhersteller
** Für Pferde, die nicht im Turniersport eingesetzt werden und die einem geringeren Infektionsdruck ausgesetzt sind, ist eine Wiederholungsimpfung pro Jahr ausreichend

Was ist beim Impfen zu beachten?

Für einen wirksamen Impfschutz, sind die vorgegebenen Impfintervalle einzuhalten. Damit der Körper des Pferdes auf die Impfung mit der optimalen Immunantwort reagieren kann, dürfen nur gesunde und parasitenunbelastete Tiere geimpft werden. Vor der Impfung ist das Pferd daher vom Tierarzt zu untersuchen und die Impffähigkeit festzustellen. Prinzipiell sollten Entwurmungen vor den Impfungen erfolgt sein. Nach der Impfung soll das Pferd einige Tage leicht bewegt werden.

Welche Impfungen bei Pferden müssen sein?

Es gibt zwei Impfungen, die ein Muss für Pferde sind: Die Impfungen gegen Tetanus und Influenza. Zusätzlich wird die Impfung gegen Herpesviren empfohlen. Ob noch weitere Impfungen sinnvoll sind, gilt es, mit dem Tierarzt abzustimmen. In bestimmten Regionen Deutschlands kann eine Tollwut-Impfung sinnvoll sein. Ein anderes Beispiel ist die Impfung gegen Pilz, die betroffenen Pferden, neben anderen Maßnahmen, helfen kann, wieder gesund zu werden und nicht erneut an Pilz zu erkranken. Bei den Impfungen, die zusätzlich durchgeführt werden können, sind die Wirksamkeit der Impfung und/oder das damit einhergehende Impfziel zu bedenken.

Entwurmung

Regelmäßig aber mit System

Entwurmung beim Pferd und Fohlen

Pferde sind nie ganz frei von Würmern, es geht stets darum, den Befall in einem für das Tier erträglichen Rahmen zu halten. Da viele verschiedene Wurmarten „Gefallen“ am Leben in unseren Pferden finden, müssen bei der Bekämpfung verschiedene Wirkstoffe zu den für die jeweilige Art sinnvollen Zeiten eingesetzt werden. Wie immer sind junge Tiere noch nicht so gut in der Lage, sich gegen schädliche Umwelteinflüsse wie z.B. einen Wurm zu wehren und ein Befall wirkt sich bei ihnen auf Grund ihrer geringeren Körpermasse auch sehr viel deutlicher aus. Dies führt uns vor Augen, warum ein striktes Entwurmungsregime beim Fohlen unumgänglich ist. Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit, einen schlechten Allgemeinzustand und Durchfall können Anzeichen dafür sein, dass im Fohlen der „Wurm los ist“. In schlimmen Fällen können Koliken, Ödeme, Leberschäden und Lungenschäden (die dann das gesamte Pferdeleben bestehen bleiben), Darmschleimhautentzündungen, neurologische Symptome oder sogar der Tod durch Wurmbefall hervorgerufen werden.

Die Stute sollte nach Absprache mit dem behandelnden Tierarztes vor dem Verbringen in die Abfohlbox oder direkt nach dem Abfohlen mit einem Ivermectin-Präperat gegen Rundwürmer behandelt werden. Der Wirkstoff gelangt durch die Blut-Euter-Schranke auch in die Milch und dient so als erste Entwurmung für das Neugeborene. Leider schleicht sich auf diesem Wege auch der Zwergfadenwurm in den Organismus des Fohlens ein. Daher muss es um den Zeitpunkt der Fohlenrosse, also spätestens am  7.  Lebenstag mit Ivermectin oder Fenbendazol behandelt werden. Diese Wirkstoffe sind besonders verträglich und die Dosierung orientiert sich am Gewicht des Fohlens. Von da an sollten diese Wirkstoffe alle 14 Tage verabreicht werden, ab der 8. Lebenswoche droht Spulwurmbefall, dieser ist auf Grund der Größe der Parasiten für Fohlen besonders gefährlich, da er Darmverschluss oder sogar Darmriss verursachen kann. Von nun an wird je nach Empfehlung des behandelnden Tierarztes in Hinblick auf den Infektionsdruck in regelmäßigen Intervallen von 2-8 Wochen entsprechend behandelt bis das Fohlen abgesetzt wird. Der Jährling kann in das allgemeine Entwurmungsschema für erwachsene Pferde übernommen werden.

Entwurmungsschema für erwachsene Pferde:

Monat

Januar

April/Mai bzw. 3 Tage vor Weideauftrieb

Juni/Juli

August/ September

Oktober/November

Wurmart

eventuell Zweitbehandlung gegen Magendasseln und Rundwürmer

Rundwürmer

Rundwürmer und Bandwürmer

Rundwürmer

Rundwürmer, Bandwürmer und Magendasseln

Wirkstoff

Ivermectin

Ivermectin oder Pyrantel

 Praziquantel und Ivermectin oder Pyrantel

Ivermectin oder Pyrantel

Ivermectin und Praziquantel

Grundsätzliches zu Wurmkuren:

  • Man kann die Wirkung einer Impfung verbessern, wenn das Pferd ca. zwei Wochen zuvor entwurmt wird, da die Parasiten dem Körper wichtige Stoffe für die Immunreaktion entziehen.
  • Alle Pferde eines Betriebes, insbesondere wenn diese sich Stall und/oder Weide teilen, sollten zeitgleich behandelt werden.
  • Eine gute Stall- und Weidehygiene, vor allem das regelmäßige Abmisten (nicht abschleppen!) der Weideflächen, Paddocks und Boxen, kann sich stark hemmend auf die Ausbreitung der Parasiten auswirken. Auch eine Desinfektion der Stallgebäude kann bei einigen Wurmarten Sinn machen, um Larven und Eier zu vernichten.
  • Eine Wechselbeweidung mit Wiederkäuern, das Ausbringen von Kalk-Stickstoff im Frühjahr, Wechselweidewirtschaft und eine niedrige Besatzdicht (ideal 2Pferde / ha) sind weitere Möglichkeiten, eine Weide möglichst frei von Würmern zu halten.
  • 2-3 Tage nach der Entwurmung ist die Eiausscheidung am höchsten! In dieser Zeit sollten die Pferde nicht auf die Weide um eine Verwurmung dieser zu vermeiden. 
  • In den Tagen nach der Entwurmung besonders gut misten, auf Hygiene achten!.
  • Bei einigen Wurmarten treten bereits Resistenzen gegen die Wurmmittel auf. Dem kann nur entgegengewirkt werden, wenn immer eine ausreichenden Menge Wurmkur verabreicht wird und zudem der Wirkstoff regelmäßig gewechselt wird.

Sollten bewährte Wirkstoffe nicht die gewünschte Wirkung erzielen, so sollte mit dem behandelnden Tierarzt eine Strategie besprochen werden.

Fütterung

Jedes Pferd muß individuell gefüttert werden...

Fütterung des Pferdes - Grundsätzliches

In großen Herden durchstreiften einst Wildpferde die Steppen. Ihr Alltag unterschied sich elementar von dem unserer Hauspferde. Bis zu 18 Stunden waren sie mit der Suche nach Nahrung beschäftigt, legten viele Kilometer zurück und füllten ihren Magen allmählich mit vielen kleinen Portionen. Auf diese Weise konnte ein Pferd 50 bis 60 Kilogramm Weidegras pro Tag fressen. Wobei das, wenn man den Wassergehalt abzieht, einem Trockensubstanzgehalt von zehn bis zwölf Kilogramm entsprach. Das hat sich nicht geändert.

Auch heute geht man in der Pferdefütterung bei der Rationsberechnung davon aus, dass pro 100 Kilogramm Pferd zwei Kilogramm Futter in der Trockensubstanz aufgenommen werden. Der Verdauungstrakt der Pferde hat sich im Laufe der Entwicklung des Pferdes selbst und der damit einhergehenden Veränderung des Nahrungsspektrums (vom Waldbewohner zum Steppentier) an diese Bedingungen angepasst. Daher ist Raufutter die Basis jedes Futterplans. Bei leichter Arbeit und entsprechend hochwertigem Heu kann ein Pferd auch ganz ohne Kraftfutter auskommen. Ein Blick auf den Verdauungsvorgang erklärt, warum das so ist.

Keine langen Fresspausen

Das Raufutter spielt in der Pferdefütterung nicht nur in ernährungsphysiologischer Hinsicht eine wichtige Rolle. Aufgrund ihrer Entwicklungsgeschichte haben Pferde das instinktive Bedürfnis, ständig zu „naschen“ und sich dabei zu bewegen. Ist der Magen länger als vier Stunden ohne Beschäftigung, greift die fortwährend produzierte Magensäure die Schleimhaut an. Die Folgen: Magengeschwüre, Koliken. Verhaltensauffälligkeiten bis hin zu Verhaltensstörungen wie Koppen und Weben etc. sind andere Zeichen der mangelhaften Versorgung mit ausreichend Futter.

Um psychische und physische Schäden zu vermeiden, gibt es verschiedene Ansätze, wie z.B.:

  • Mehr Weidegang
  • Offenstallhaltung mit Auslauf
  • Stets genügend Raufutter zur Verfügung stellen in Form von Heu und Stroh

Raufutter, Kraftfutter, Saftfutter

Man unterscheidet beim Pferdefutter rohfaserreiche (Raufutter) und konzentrierte (Kraftfutter) Futtermittel. Die rohfaserreichen Produkte können feucht (Weidegras, Silage) und trocken sein (Heu, Stroh). Zu den gängigen Kraftfuttern zählen Hafer, Mais, Gers­te und Misch­futter. Äpfel, Möhren, Rüben und Rote Bete werden als Saftfutter bezeichnet. Sie liefern auch Energie, aber vor allem Vitamine, die insbesondere dann für die Ernährung relevant sind, wenn im Winter kein frisches Weidegras zur Verfügung steht.

Merkzettel Pferdefütterung

  • Raufutter vor Kraftfutter! Das gründliche Kauen des Raufutters (gerne grob strukturiert!) sorgt dafür, dass der Verdauungstrakt bereit ist, stärkehaltige Kraftfutter zu verarbeiten, weil Speichelfluss, Sekretbildung im Magen und Darmaktivität angeregt werden.
  • Heunetze nicht zu hoch hängen! Am liebsten fressen Pferde Heu vom Boden. Allerdings kann ein zu tief angebrachtes Heunetz auch Verletzungsgefahren bergen. Für Tröge und Tränken empfehlen die Leitlinien zur Pferdehaltung (FN) eine bodennahe Anbringung. Die maximale Höhe ergibt sich aus der Formel 0,3 x Widerristhöhe. 
  • Kraftfutter auf mindestens drei Mahlzeiten verteilen!
  • Damit die Stärke aus Gerste oder Mais besser aufgenommen werden kann, sollten diese mithilfe von Wasserdampf und Druck „aufgeschlossen“ werden.
  • Raufutter macht den Großteil der Ration aus. 1,2 bis 2 Kilogramm Raufutter pro 100 Kilogramm Gewicht des Pferdes sind das Minimum. Das bedeutet für ein 600 Kilogramm-Warmblut, dass es pro Tag 7,2 bis 12 Kilo Heu und Stroh bekommen muss. Das dient gleichzeitig der Beschäftigung.
  • Öl ist ein hervorragender Energielieferant und besser verdaulich als Kraftfutter. Geeignet sind: Soja-, Sonnenblumen-, Raps-, Weizenkeim- (reich an Vitamin E) und Leinöl (ebenfalls reich an Vitamin E sowie Omega-3-Fettsäuren). Auch Kokosfett kann gegeben werden. Doch Vorsicht: Auch zu viel Öl kann die Dickdarmflora negativ beeinflussen. Das Maximum ist ein Gramm Öl pro Kilogramm Körpergewicht, verteilt auf drei Mahlzeiten. Ein 600 Kilogramm schweres Pferd kann also 200 Gramm Öl pro Mahlzeit erhalten.